"Eine LEADER-Region zu sein,
ist die Chance für eine Region,
ihre Visionen und Ziele zu verwirklichen
und in die Realität umzusetzen."
Seit 1991 verfolgt die Europäische Union das Ziel, mithilfe der Gemeinschaftsinitiative LEADER gemeinsam an der Entwicklung des ländlichen Raumes zu arbeiten.
Im Zuge der LEADER I-Initiative (1991 - 1993) konnten eigenständige, vor Ort entwickelte und oftmals innovative Strategien für die ländliche Entwicklung erprobt werden. LEADER I hat den ländlichen Aktionsträgern und Gebieten ermöglicht, das eigene Potenzial im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Entfaltung der ländlichen Entwicklung besser zu nutzen. Die Gemeinschaftsinitiative LEADER I galt noch nicht auf dem Gebiet der neuen Bundesländer.
Die Gemeinschaftsinitiative LEADER II (1994 - 1999) wurde als Nachfolgeprogramm von LEADER I aufgelegt. Es galt auch für das Ziel 1-Gebiet, einem Gebiet, welches von der Europäischen Kommission als besonders förderwürdig eingestuft wurde. Dazu gehörten die 5 neuen Bundesländer, in denen sich die ungünstigen Startbedingungen in die Marktwirtschaft nach der politischen Wende aufzeichneten.
Eine Vielzahl von Industriestandorten war von Umstrukturierungen und Stilllegungen betroffen. Durch Marktanpassungen kam es zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten in Industrie und Landwirtschaft. Diese konnten auch durch den Neuaufbau bisher nicht kompensiert werden.
Vielfältige strukturelle, organisatorische und vor allem innovative Aktivitäten waren und sind zur Behebung dieser Gegebenheiten notwendig. Eines der Instrumente dazu war die Gemeinschaftsinitiative LEADER II, die aus den Strukturfonds
EFRE - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung,
und aus Co-Finanzierungsmitteln gespeist wurde.
EAGFL - Europäischer Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft,
ESF - Europäischer Sozialfonds
Mit LEADER+ verfolgt die Europäische Kommission die Absicht, neuartige und ehrgeizige Ansätze zur Entwicklung des ländlichen Raumes zu unterstützen, mit denen die unter LEADER I und LEADER II begonnene Experimentiertätigkeit vertieft werden kann.
Im Mittelpunkt stehen die Erprobung neuer Formen. Diese sind:
LEADER+ soll den lokalen Aktionsgruppen Impulse geben, und sie dabei unterstützen, Überlegungen über das Potenzial ihres Gebietes in einer längerfristigen Perspektive anzustellen. Es sollen neue Strategien für eine nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden.
Die Europäische Kommission misst in den Entwicklungsstrategien folgenden Themen eine besondere Bedeutung bei:
Jede lokale Aktionsgruppe, die im Rahmen von LEADER+ Fördermittel nutzen möchte, musste sich mit einem vorbildlichen regionalen Entwicklungskonzept bei der jeweiligen Landesregierung im Rahmen einer Wettbewerbsausschreibung bewerben. Die Landesregierung wählte die förderfähigen lokalen Aktionsgruppen aus, die die Landesziele am effektivsten zu verwirklichen schienen.
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